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Uigurische Kultur in Xinjiang nicht vom Aussterben bedroht


Das chinesische Uigurische Autonome Gebiet Xinjiang ist ein Schmelztiegel verschiedener ethnischer Gruppen. Insgesamt leben dort 47 Nationalitäten, darunter Han, Uiguren und Kasachen. Dabei haben die meisten Minderheiten ihre eigene Sprache bewahrt. Doch nach den Unruhen vom 5. Juli in Urumqi berichteten vereinzelte ausländische Medien, dass die "uigurische Sprache und Kultur in Xinjiang vernichtet worden wären." Doch lokale Sprach-, Kultur- und Kunstexperten sind da ganz anderer Ansicht. In Xinjiang spiele Uigurisch im gesellschaftlichen Leben eine wichtige Rolle, sagte der Vizedirektor des Komitees der uigurischen Sprache in Xinjiang, Ibrahim Isaac.

"Noch heute benutzen die Uiguren im Alltag die uigurische Sprache. Es gibt nix, was nicht in Uigurisch ausgedrückt werden könnte. Mit einem Wort, Uigurisch ist eine lebendige Sprache, die in der Gesetzsprechung, Bildung, Rundfunk und Fernsehen benutzt wird."

Dilsat Farhat ist der Vizedirektor der Kunstforschungsabteilung und Direktor des Forschungsinstituts für Schutz des immateriellen Kulturerbes des Uigurischen Autonomen Gebiets Xinjiang. Er sagte, die Regierung bemühe sich bereits seit langem erfolgreich darum, die uigurische Kultur zu schützen und zu entwickeln.

"Die traditionsreiche Musik, die Tänze und Opern der Uiguren sind ins immaterielle Kulturerbe aufgenommen worden. Mittlerweile gibt es insgesamt 47 solcher geschützter Kulturgüter auf Staatsebene. Dabei wurden 48 Menschen als Überlieferer für dieses staatlich geschützte immaterielle Kulturerbe festgelegt. Gleichzeitig werden auch die volkstümlich überlieferten Epen erhalten und bewahrt."

Die so genannten zwölf Muqam, der volkstümlichen Musik und Tanz, werden als die Mutter der uigurischen Musik bezeichnet. Doch noch vor der Gründung der Volksrepublik China waren die zwölf Muqam beinahe komplett in Vergessenheit geraten. Muhammademin Muhammadeli, der Direktor des Xinjianger Muqam-Kunstensembles, sagte, kurz nach der Gründung der Volksrepublik China sei die wirtschaftliche Lage sehr schlecht gewesen. Trotzdem habe die lokale Regierung mit allen Kräften diese eigenartige uigurische Kunst geschützt.

 

Quelle: CRI, 20.07.2009


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