| Schutzprogramme für Kulturen nationaler Minderheiten in China |
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China ist ein Land mit vielen unterschiedlichen ethnischen Gruppen. Die Kulturen dieser nationalen Minderheiten zu wahren und weiter zu entwickeln, ist bereits ein Jahrzehntelanges Unterfangen der Regierung, vieler Wissenschaftler und der gesamten Bevölkerung. Nach dem Erdbeben am 12. Mai 2008 in Sichuan wurde vor allem die Qiang-Nationalität schwer getroffen. Viele Kulturgüter wurden zerstört. Doch die chinesische Regierung hat seitdem keine Kosten und Mühen gescheut, um die Kultur der Qiang zu schützen. Ein halbes Jahr nach der Katastrophe wurde etwa eine kulturelle und ökologische Sonderzone für die Qiang-Nationalität geschaffen. Dabei stünden der Schutz der Kulturdenkmäler und des immateriellen Kulturerbes an oberster Stelle, sagte der chinesische stellvertretende Kulturminister Zhou Heping, "Der Weiterbestand der Qiang-Kultur hängt von der Überlieferung der Traditionen der Minderheit ab. So muss vor allem das kulturelle Erbe geschützt werden. Deswegen bemühen wir uns, die Kulturgegenstände und die traditionelle Lebensweise zu schützen. Denn so können wir die Qiang-Kultur systematisch erhalten." Die Bemühungen der chinesischen Regierung, die Kultur der Qiang zu bewahren, sind ein Teil des umfangreichen Schutzprogramms der Kulturen aller nationalen Minderheiten. Seit der Gründung der Volksrepublik China im Jahr 1949 hat sich das Land immer intensiver für die ethnischen Gruppen eingesetzt. Die Rechte und der Schutz dieser Kulturen wurden auch gesetzlich verankert. Von Anbeginn hätten die Wissenschaftler seltene Kulturgüter der nationalen Minderheiten gesammelt und untersucht, sagte der Ethnologe He Xingliang, an der chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften. "Wir haben die Kulturgüter über die sozialen Gewohnheiten der nationalen Minderheiten gesammelt, wie etwa Feiertage, Musik, Tanz, Theater, Artistik, Athletik sowie traditionelle Produktionstechniken, Schnitzereien, Malereien, die Produktion von Textilien und vieles mehr. Außerdem bewahren wir die Sprache, Mythologien, Epen und Volkslieder. All dies hilft, die traditionellen Kulturen zu bewahren." Gleichzeitig wurden zahlreiche Filme über die nationalen Minderheiten gedreht, um deren Alltagsleben auf Zelluloid festzuhalten. Darüber hinaus sind bereits zahlreiche Museen, die die Kulturen der nationalen Minderheiten bewahren, gebaut wurden. Indes sind zuständige Behörden für den Schutz der Kulturen der nationalen Minderheiten im Staatsrat und in den regionalen Regierungsbehörden errichtet. Damit soll unter anderem gewährleistet werden, dass Bücher und Filme auch in den unterschiedlichen nationalen Sprachen vermehrt in Umlauf gebracht werden.
Quelle: CRI, 05.08.2009
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